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Hufeland Klinik
für ganzheitliche immunbiologische Therapie
Gegründet 1985 von Dr. med. Wolfgang Wöppel

 Löffelstelzer Str. 1-3
D-97980 Bad Mergentheim
Tel: +49-7931-536-0
Fax: +49 -7931-536-333

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Antioxidantien

Antioxidantien sind Stoffe, die schädliche Einflüsse so genannter freier Radikaler im Körper abschirmen. Freie Radikale sind aggressive und sehr reaktionsfreudige Substanzen, die durch körpereigene Stoffwechselprozesse entstehen oder im Organismus durch zugeführte chemische Stoffe bzw. Strahlen gebildet werden. Unser Körper verfügt normalerweise über viele Schutzmechanismen, die diese freien Radikale sofort wieder auffangen und vernichten. Dazu gehören körpereigene Verbindungen, aber auch solche, die mit der Nahrung zugeführt werden, wie die Vitamine A, C und E sowie das Spurenelement Selen.

Unter bestimmten Bedingungen (z.B. Umwelt- und Strahlenbelastung, Rauchen, Stress und Entzündungen) ist die Bildung der freien Radikalen so stark erhöht, dass die normalen Konzentrationen der körpereigenen Schutzsysteme nicht ausreichen. Dann können freie Radikale große Schäden anrichten. Sie schädigen z.B. Zellwände, das Erbgut und wichtige Eiweißverbindungen in der Zelle. Bleibt das Übergewicht der freien Radikale dauerhaft bestehen, spricht man von oxidativem Stress.

Oxidativer Stress ist für viele Krankheiten und Beschwerden mitverantwortlich. Dazu gehören u.a.:

    - Störungen im Fett- und Zuckerstoffwechsel
    - Herz- und Kreislauferkrankungen
    - chronische Entzündungen
    - Allergien
    - Abwehrschwäche
    - Krebs

Oxidativer Stress kann durch eine optimale Versorgung mit Radikalfängern vermieden werden. In der Hufeland Klinik erhalten Sie daher in Ihrem Basispaket Antioxidantien, die Sie regelmäßig einnehmen sollten, bzw. die wir Ihnen per Infusion verabreichen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass die äußere Zufuhr von Vitaminen und Spurenelementen eine gesunde, vollwertige Ernährung nicht ersetzen kann. Die hier zur Anwendung kommenden Vitamine und Spurenelemente werden bei uns nicht unkritisch und nicht in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, sondern in therapeutischer Dosierung als Arzneimittel eingesetzt, da gerade in Stresssituationen (also auch bei Krankheiten) die körpereigenen Speicher häufig leer sind und der Bedarf erhöht ist. Hier nun einige wichtige Informationen über Vitamin E, Selen und Vitamin C.

• Vitamin E
Vitamin E ist ein fettlösliches Vitamin, das reichlich in pflanzlichen und tierischen Fetten wie Sonnenblumenkernen, Weizenkeim- und Sonnenblumenöl, Nüssen, Samen, Milch, Butter und Margarine enthalten ist. Vitamin E wird in allen fetthaltigen Strukturen des Körpers konzentriert. Als natürliches Antioxidans stabilisiert es die Zellmembran und schützt ungesättigte Fettsäuren vor Oxidation, indem es mit dem Radikal reagiert, bevor dieses zerstörend auf die Zellstrukturen wirken kann. Vitamin E verhindert ebenso die Oxidation anderer Substanzen wie z. B. von Vitamin A.

Deshalb sind pflanzliche Keimöle mit einem hohen Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren gleichzeitig Vitamin E-reich. Vitamin E-Mangel zeigt sich im Tierversuch durch Schädigungen der Muskulatur, des Nervensystems und Herzens, der Leber und Fortpflanzung sowie durch die Zerstörung der Blutzellen. Beim gesunden Menschen wurden derartige Auswirkungen bisher nicht beobachtet. Ein erhöhter Bedarf an Vitamin E ist festzustellen bei Rauchern, längeren Infektionskrankheiten, sowie bei Personen mit starker oxidativer Belastung z.B. bei Krankheiten oder psychischem Stress.

• Vitamin D3
Vitamin D ist ein Multitalent: Einerseits wirkt es auf den Calciumstoffwechsel und stärkt damit Knochen und Muskulatur. Außerdem hat es einen positiven Einfluss auf das Immunsystem und den Zellstoffwechsel. Daher empfehlen wir die Einnahme von Vitamin D nicht nur bei Osteoporose, sondern auch bei Infektanfälligkeit und Krebserkrankungen.

• Selen
Selen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Die Quelle für Selen in der Nahrung ist tierisches und pflanzliches Eiweiß. Dabei ist der Selengehalt der Nahrung abhängig von der Selenaufnahme der Pflanzen und Tiere selbst. Während Futtermittel meist mit Selen angereichert sind, ist der Selengehalt in den Böden relativ gering, besonders in Mitteleuropa. Dort ist die Selenversorgung generell relativ niedrig. Selen ist Bestandteil des Enzyms Gluthation-Peroxidase, welches an wichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt ist und durch die Abwehr freier Radikaler (Peroxide) zur Entgiftung des Körpers beiträgt. Weiterhin ist Selen wichtig für ein intaktes Immunsystem.

In der Hufeland Klinik setzen wir Selen in der Gesundheitsvorsorge, bei bereits bestehenden chronischen Erkrankungen, sowie in der Tumortherapie in Form von Tabletten und Infusionen ein. Durch das Auffüllen der körpereigenen Selenspeicher und der Unterstützung des Immunsystems wird hier nicht nur einer Tumorneubildung entgegengewirkt. Selen kann effektiv dazu beitragen, die Nebenwirkungen einer Chemo- und Strahlentherapie zu vermindern bzw. die Wirksamkeit der Zytostatika zu verbessern.

• Vitamin C
Vitamin C wird auch als Ascorbinsäure bezeichnet: A-Scorbin-Säure = Anti-skorbutische Säure. Dieser Name drückt die Schutzwirkung des Vitamins gegenüber der Krankheit Skorbut aus, die im 15.-18. Jahrhundert besonders unter Seefahrern sehr gefürchtet war.

Vitamin C wird von Pflanzen und den meisten Tieren z. T in sehr großen Mengen selbst hergestellt. Wir Menschen haben allerdings im Laufe der Evolution die Fähigkeit verloren, dieses lebenswichtige Vitamin selbst herzustellen und müssen es mit der Nahrung aufnehmen. Wenn man die Vitamin-C-Produktionsmenge anderer Säugetiere auf uns übertragen würde, müsste man davon ausgehen, dass wir in Ruhe täglich etwa 2-4 g Vitamin C selbst herstellen. Unter Stressbedingungen (auch Krankheiten) würde unsere Vitamin C-Bildung sogar bis auf 15 g täglich anwachsen.

Vitamin C ist unterschiedlich stark in den einzelnen Organen des Körpers konzentriert. Dabei spiegeln hohe Konzentrationen einen hohen Bedarf wieder. Die höchsten Konzentrationen sind zu finden in Leber, Nebennieren, Augenlinsen, Gehirn und Immunzellen. Vitamin C ist in unserem Körper an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen beteiligt. Es ist unentbehrlich für die Abwehrstärkung und Immunstimulation, das Hormon- und Nervensystem, die Regulation des Fettstoffwechsels, die Anregung des Entgiftungssystems, die Bildung und Funktionserhaltung von Knochen und Bindegewebe sowie die Beschleunigung der Wundheilung. Vitamin C ist darüber hinaus ein wichtiger Radikalfänger im menschlichen Körper und spielt eine entscheidende Rolle bei entzündlichen Erkrankungen und Strahlenbelastungen.

Die Vitamin C Hochdosis-Infusionstherapie
Seit Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts wird intensiv auf dem Gebiet der Vitamin-C-Therapie geforscht. Allein in der bedeutendsten medizinischen Datenbank, der Medline, erschienen seit 1990 rund 8000 Arbeiten, die sich schwerpunktmäßig mit Vitamin C beschäftigen. Diese Arbeiten führten zur Entwicklung der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie, mit der zunehmend mehr Ärzte und Heilpraktiker auch in Deutschland hervorragende Erfahrungen gesammelt haben. Die Grundlage der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie bildet die Erkenntnis, dass bei zahlreichen Erkrankungen der Vitamin-C-Bedarf weit höher ist, als dem Organismus über den Magen-Darmtrakt zugeführt werden kann. Zudem ist krankheitsbedingt häufig die Aufnahme durch die Darmschleimhäute weiter reduziert. Manchmal können therapeutisch wirksame Vitamin-C-Spiegel nur erreicht werden, indem Vitamin C direkt über die Blutbahn, also als Injektion oder Infusion, dem Körper zugeführt wird.

Da Vitamin C wasserlöslich ist, kann der Körper keine größeren Speichervorräte anlegen. Überschüssiges Vitamin C wird sofort wieder ausgeschieden. Deshalb ist die Gefahr einer Überdosierung viel geringer als z.B. bei fettlöslichen Vitaminen. Die Vitamin-C-Hochdosis-Therapie erweist sich oft auch hilfreich und heilungsfördernd in der Genesungsphase nach schweren Erkrankungen und Operationen. Eine deutliche Besserung bei Virus-, Bakterien- oder Pilz -Infektionen ist ebenfalls nachgewiesen. Sehr bewährt hat sich die Infusionstherapie mit Vitamin C zudem als biologische Aufbaukur bei allgemeiner Schwäche, Infektanfälligkeit und Leistungsabfall.